Platz Kamplin und Schloss Frankopan
Platz Kamplin
Der Kamplin-Platz ist ein Bereich im Herzen der Altstadt, umgeben vom Schloss Frankopan, der Kathedrale von Krk und dem Bischofspalast, und in absehbarer Zukunft, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten, wird man das neue Multimedia-Kulturzentrum, das die reiche Geschichte der Stadt aufzeigt, direkt vom Platz aus betreten können. Es wird angenommen, dass der Name des Platzes vom lateinischen Wort campulus abgeleitet ist, was Feld – eine ebene Fläche eines Trainingsgeländes oder einer Rennstrecke bedeutet, obwohl es wahrscheinlicher ist, dass der Name aus der Ableitung des italienischen Wortes campanile, d.h. Glockenturm, gebildet wurde. In der Antike diente das Gelände des heutigen Platzes im Rahmen der nahegelegenen Therme als Übungsplatz, während im Mittelalter dort ritterliche Reiterwettkämpfe mit Speerwerfen stattfanden. Heute ist der Platz Kamplin Schauplatz zahlreicher kultureller Veranstaltungen und dort sind auf dem erhöhten Plateau auch die Säulen der ehemaligen Benediktinerabtei des Hl. Laurentius noch gut erhalten.

Schloss Frankopan
Der historische Schauplatz auf dem Platz Kamplin wird mit dem Schloss Frankopan geschmückt – die Residenz der Fürsten von Krk und das einzige erhaltene profane mittelalterliche Denkmal in der Stadt Krk, das architektonisch im 12.-16. Jahrhundert definiert wurde. Sein ältester Bestandteil ist quadratisch, bzw. der Frankopan-Turm oder das Gerichtsgebäude, angelehnt an das Diözesangebäude und fertiggestellt im Jahr 1191, wie die lateinische Inschrift auf der Lünette über der Eingangstür beweist. Darauf ist neben der Jahreszahl vermerkt, dass der Turm das Werk der gesamten Gemeinde darstellt und dass mit dem Bau zur Zeit des Bischofs Ivan und der Fürsten von Krk Bartul und Vid begonnen wurde. Dieses heute teilweise erhaltene Gebäude war nach neueren Forschungen ursprünglich als freistehender Glockenturm der Kathedrale von Krk gedacht, der dann später aber in die Architektur des Schlosses integriert wurde. Der runde Turm von Frankopan Ivan VII. mit seinem erkennbar schrägen unteren und aufrechten oberen Teil wurde um 1476 erbaut und der sogenannte Österreichische Turm im 14. und 15. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurden diese Türme durch eine gemeinsame Ummantelung mit der Wache und der Zinne verbunden, so dass Venedig das Kastell bereits im 16. Jahrhundert modernisierte, indem es die Ummantelung im Inneren verstärkte und neue Kanonenöffnungen anbrachte. An der Außenseite des Rundturms, gegenüber dem Platz Kamplin, befindet sich eine Steintafel mit der Aufschrift „Aurea Veneto rum Libertati“ und einem geflügelten Löwen – dem Symbol des Hl. Markus des Evangelisten.
Heute befindet sich innerhalb der Schlossmauern das Interpretationszentrum von Krk, das im Rahmen der kulturtouristischen Route Auf dem Pfad der Frankopanen eingerichtet wurde und neben dem Wissen über das Erbe der Frankopanen unter anderem die Besichtigung einer interessanten Ausstellung mit Nachbildungen mittelalterlicher Waffen bietet sowie einer kleineren Ausstellung archäologischer Denkmäler im Freien, unter denen die Aufmerksamkeit auf die liburnischen Cippus gelenkt wird – Grabsteine aus dem 1. und 2. Jahrhundert.

Ein Spaziergang durch Kulturdenkmäler